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DIE LABORE

FOTO: ANGELA VON BRILL

Labor Kunst "Safety first"

Safety first
Junge europäische Künstler*innen setzen sich mit dem Thema „Safety first“ auseinander.
Bedrohung ist nicht nur eine mediale Erfahrung, sondern wird im Alltag der Menschen zunehmend sichtbar: Betonsperren vor der Flaniermeile, eine nahezu flächendeckende Videoüberwachung in den Städten und steigende Versicherungsprämien gegen Schäden von Unwettern sind Präventionsmaßnahmen zur Steigerung des Sicherheitsempfindens der Bürger. Auch die unüberwindlichen Zäune an den EU-Außengrenzen dienen der Prävention gegen eine vermeintliche Bedrohung.

Labor Kunst
Wie denken junge Menschen in Europa über das Thema Sicherheit? Welche Fragen stellen sie in Bezug auf die europäische, nationale oder individuelle Sicherheit angesichts globaler Themen wie Terror, Flucht oder Klimawandel?
Im Projektzeitraum (16.–24.8.2018) sind Kunstschaffende eingeladen, in einem Labor, das den Charakter eines Workshops hat, ihre künstlerischen Positionen zu dem Thema „Sicherheit“ umzusetzen und der Öffentlichkeit im Rahmen einer geplanten Abschlussausstellung zu präsentieren. Gesucht werden bis zu 10 künstlerische Projekte, die durch die jungen Kunstschaffenden in Osnabrück individuell oder gemeinsam realisiert werden können. Für die Herstellung der Werke steht der Kunstraum hase29 in der Osnabrücker Innenstadt mit 250 m² Arbeits-/Ausstellungsfläche sowie ein angrenzendes (ca. 40 m²) Atelier zur Verfügung. Es können Werke in Form von Skulpturen, Malerei, Fotografie, Videofilmen oder Performances entstehen. Gewünscht sind auch künstlerische Interventionen und Aktionen im öffentlichen Stadtraum, die in der Begegnung mit dem Publikum einen Dialog fördern und Menschen zur Auseinandersetzung mit Fragen persönlicher oder gesellschaftlichen Sicherheit anregen.

Wer kann teilnehmen?
Die Ausschreibung richtet sich an junge Kunstschaffende unter 25 Jahren, die eine künstlerische Ausbildung haben oder sich darin befinden (an Kunstakademien oder Universitäten) und in den Orten der Europäischen Kultur-Erbe-Stätten leben und arbeiten.
Bis zu 10 Kunstschaffende werden eingeladen, ihre Werke in Osnabrück zu realisieren. Für Material, technische Unterstützung und Technikmiete steht ein Budget in Höhe von 500 € pro Projekt zur Verfügung. Das Labor Kunst wird betreut durch die Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück (www.hase29.de)

Bewerben Sie sich
Interessierte können bis zum 15. Mai 2018 ihre in englischer Sprache verfasste Bewerbung für die Teilnahme an dem Labor Kunst zusenden. Sie sollte einen Lebenslauf, eine Projektskizze mit Angaben zum Werk oder Prozess sowie Materialaufwand und ggf. zu technischen Voraussetzungen umfassen. Aus den Angaben soll ersichtlich werden, wie und in welchem zeitlichen Umfang das Werk hergestellt bzw. umgesetzt werden soll.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 15. Mai 2018 an: lab.europe@osnabrueck.de

FOTO: KUNSTHALLE OSNABRÜCK

Labor Performance: ”The Listeners”

The Listeners
Wir, die Kunsthalle (www.kunsthalle.osnabrueck.de) und das Theater Osnabrück (www.theater-osnabrueck.de), laden dich ein eine Performance zu kreieren und bei der Performance auch mitzumachen, zusammen mit einem Künstler und 10 lokalen Teilnehmer*innen. Es herrschen viele Vorurteile gegenüber der Performance-Kunst, besonders, wenn es darauf ankommt selber in einer Performance involviert zu sein. Aus diesem Grund möchten wir dich dazu anregen deine Vorurteile zu überwinden und Teil einer Performance zu werden, welche du vorher mitgestalten kannst zusammen mit dem Künstler Ernsto Pujol, passend zum Thema „gegenseitiges Zuhören”.

Labor Performance

Welche Erfahrungen haben Sie beim Zuhören schon gemacht? Welche Grenzen konnten Sie so überwinden und welche blieben verschlossen? Wie sollen Sie als Teilnehmer miteinander kommunizieren, während Sie aus verschiedenen Teilen von Europa kommen. Welche Erfahrungen haben Sie mit Europa gemacht und welche Wünsche haben Sie an die Zukunft Europas? Zusammen werden wir vom 18.–24. August an einer Performance arbeiten. Sie sind dazu eingeladen Ihre persönliche Lesart in die Performance einzubringen und gemeinsam mit uns herauszufinden, welche Performer-Rolle Sie einnehmen möchten.

Wer kann teilnehmen?

Wir suchen nach 12 Teilnehmern, die gerne an einem persönlichen, aber auch gruppenorientierten Projekt mitarbeiten würden im Kontext einer öffentlichen Performance. Erfahrungen in Kunst, Performance-Kunst oder Tanz sind nicht notwendig!

Bewerben Sie sich
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Als Bewerbung hätten wir gerne einen kurzen Lebenslauf und einen Motivationsschreiben, welches ihr mit folgenden Fragen verbindet:
1. Warum ist die Performance-Kunst interessant für dich?
2. Formuliere eine persönliche Frage an das Projekt, den Künstler, dich selber oder die Zusammenarbeit.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 15. Mai 2018 an: lab.europe@osnabrueck.de

FOTO: LARS LANDMANN

Labor digitale Medien und Games: ”Being European”

Being European

Wir alle sind Europäer*innen – klar. Aber fühlen wir uns auch wirklich so? Wenn wir gebeten werden uns selbst einzuordnen, wie sehen wir uns dann? Als Europäer*innen? Als Bürger*innen eines Staates, einer Region oder einer Stadt? Was könnte das sein, Europäer*innen sein? Kann man überhaupt Europäer*in sein? Wie ist es und wie war es, Europäer*in zu sein?

Labor Medien

Während des „Labor Europa” Projektes in Osnabrück würden wir gerne verschiedene Geschichten, Reportagen, Fiktionen in einer Mediencollage oder einer digitalen „Fanzine” sammeln. Die Beiträge können als Film, Text und Hörstück geplant sein und auch als Spiel (Game) oder Interaktives Kunstwerk realisiert werden. Die Autoren werden nach Osnabrück eingeladen, um die Beiträge gemeinsam oder individuell zu realisieren. Neben der Grundausstattung für die Produktion von Film und Ton steht auch vernetzte Technik zur Verfügung, um mit Machinima, Let’s Play oder Crossover-Formaten zu arbeiten.

Wer kann teilnehmen?
Wer interessiert an Medien ist oder daran mediale Beiträge zu erstellen, ist eingeladen in unserem Labor mitzuarbeiten. Die technische Grundausstattung ist hier vorhanden, gerne können die Teilnehmer*innen auch eigene Geräte mitbringen. Mit den Programmen/Werkzeugen, die die Teilnehmer*innen nutzen möchten, sollten sie vertraut sein. Während der praktischen Arbeit im Labor werden die Teilnehmer*innen durch Medienfachleute vom European Media Art Festival (www.emaf.de), der LAG Jugend & Film Niedersachsen e.V. (www.lag-jugend-und-film.de/) und der Medienwerkstatt werk.statt. unterstützt.

Bewerben Sie sich
Interessierte können uns bis zum 15. Mai 2018 ihre in englischer Sprache verfasste Bewerbung zusenden. Sie sollte einen Lebenslauf, einen kurzen Text mit Angaben zum Vorhaben und zu den technischen Voraussetzungen umfassen.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 15. Mai 2018 an: lab.europe@osnabrueck.de

FOTO: STADT OSNABRÜCK/KULTURGESCHICHTLICHES MUSEUM

Labor Geschichte: ”War and Peace in European history”

War and Peace in European History

Als ausgezeichnete „Stadt des Friedens“, die sich der Stärkung von Toleranz und interkulturellem Verständnis annimmt, ist Osnabrück der perfekte Ort um tiefer in das Thema „Krieg und Frieden in der Europäischen Geschichte“ einzutauchen. 2018 feiern wir den 370. Jahrestag des Westfälischen Friedens, der ersten „Europäischen Konferenz“ überhaupt. Trotz dessen wurden in den darauf folgenden Jahrhunderten europäische Städte und Gebiete, durch neue Konfrontationen auseinander gerissen. Seit den beiden Weltkriegen kam es zu keinem Krieg zwischen den Hauptmächten Europas mehr. Dennoch, der Traum eines wahrhaft friedlichen Europas bleibt unerfüllt.

Labor Geschichte

Das internationale Labor bietet ein Forum für junge Europäer*innen, um sich über Ideen zum Thema auszutauschen und mehr darüber aus einer transnationalen Perspektive zu lernen. Während des Jugendtreffens werden die Teilnehmenden die Möglichkeit erhalten, den Workshop aktiv mitzugestalten und eine internationale Ausstellung über das Laborthema zu konzipieren. Um dies zu ermöglichen, sind alle Teilnehmenden dazu eingeladen, ein Objekt mitzubringen, welches in Verbindung zum Thema „Krieg und Frieden“ steht. Dieses Objekt sollte in Verbindung zur eigenen Geschichte und möglicherweise auch zur Geschichte des Herkunftslandes stehen.
Das Programm beinhaltet Gastvorträge, Diskussionen, ein Treffen mit Augenzeugen des Zweiten Weltkrieges, sowie Besuche in Museen und themenrelevanten Orten in und außerhalb Osnabrücks.

Wer kann teilnehmen?

Wir suchen nach 12-15 Europäer*innen im Alter von 18-25 Jahren, die aus verschiedenen Disziplinen kommen. Voraussetzung ist das Interesse am Thema. Die Teilnehmenden sind dazu aufgefordert, aktiv an den Diskussionen teilzunehmen und ihre Erfahrungen zu teilen.

Bewerben Sie sich

Senden Sie bitte einen kurzen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben, welches die Beschreibung des mitzubringenden Objektes beinhaltet.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 15. Mai 2018 an: lab.europe@osnabrueck.de

FOTO: HOCHSCHULE OSNABRÜCK/INSTITUT FÜR MUSIK

Labor Musik: ” Memory Culture - Songs from the KZ Theresienstadt”

Memory Culture – Songs from the KZ Theresienstadt

Zehn junge Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aus verschiedenen Ländern und zehn Gesangsstudierende des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) werden gemeinsam kreativ. Sie studieren unter der Leitung des Sängers, Cellisten und Pädagogen Simon Wallfisch (Musikalische Leitung) und der Gesangspädagogin Ruth Frenk (Regie und Konzept) 15 Kompositionen ein, die im Ghetto Theresienstadt entstanden sind.

Kulturelite im KZ

In der Zwangsgemeinschaft des KZs Theresienstadt war fast die gesamte jüdische Kulturelite versammelt. Gelehrte aller Wissensgebiete, Künstler, Theaterleute, Literaten, Musiker –  gewaltsam herausgerissen aus ihrem normalen Leben –  fanden sich hier mit den Massen alter Menschen im gemeinsamen Elend vereint.
Ruth Frenk hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema Musik in Theresienstadt auseinandergesetzt. Die Auswahl der Kompositionen für das Labor Europa stützt sich auf ihre Recherchen. Bei der künstlerischen Umsetzung die Regie zu übernehmen, ist ihr ein Herzensanliegen: „Man fragt sich unwillkürlich, wie es den Komponisten in Theresienstadt selbst unter den unmenschlichen Bedingungen gelungen ist, lebensfrohe Musik und Lieder zu komponieren, einzustudieren und aufzuführen. Vielleicht, weil der künstlerische Ausdruck für Menschen ein Grundbedürfnis ist und bleibt. Diese Schöpferkraft inmitten aller Leiden beeindruckt zutiefst.“

Die von Ruth Frenk zur Verfügung gestellten Leadsheets und Klavierauszüge wurden in den vergangenen Monaten von Studierenden des IfM im Fach Komposition, Musiktheorie und Gehörbildung (KMG) neu arrangiert. Unter der Leitung von Dozent Ali Gorji haben sie die Lieder für Instrumentalbegleitungen in unterschiedlichen Besetzung neu angelegt.

Verfemte Musik

Mit Simon Wallfisch wurde für das Labor ein Musikalischer Leiter gewonnen, der einen  reichen Erfahrungsschatz in der musikpädagogischen Vermittlung von Werken jüdischer, in der NS-Zeit verfolgter Komponisten mitbringt. Der aus einer bekannten jüdischen Musikerfamilie stammende Künstler ist Enkel der Cellistin Anita Lasker-Wallfisch, die durch ihr Cello als Mitglied des Mädchenorchesters das KZ Auschwitz überlebte.

Simon Wallfisch schätzt es, dass verfemte Musik gegenwärtig vielfach im Rahmen von Gedenkveranstaltungen ihren Platz findet – zugleich steht er dieser Tatsache aber auch kritisch gegenüber: „Solche Bemühungen leisten ihren Beitrag, vergessene Stimmen wieder zurück ins Repertoire zu holen. Doch sie sollten eben nur der erste von vielen weiteren Schritten sein. Wir erweisen uns und den Komponisten einen schlechten Dienst, wenn wir ihre Musik nur mit Blick auf ihren gewaltsamen Tod würdigen anstatt im Licht ihres prallen Lebens. Verfemte Musik  und verfemte Musiker wurden durch den ideologischen Hass der Nazis gebrandmarkt. Und so konnte sich bis heute ein eigenständiges, aber willkürliches Genre herausbilden, bei dem Komponisten mit völlig unterschiedlichen Werdegängen und mit verschieden ausgeprägten Talenten in einen Topf geworfen wurden.“

Ort der Erinnerung

An einem Osnabrücker Ort der Erinnerung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Labors „ErinnerungsKultur – Lieder aus dem KZ Theresienstadt“ eine Auswahl der erarbeiteten Kompositionen präsentieren: im Felix-Nussbaum-Haus. Wie kein anderer Künstler der ersten Jahrhunderthälfte hat der 1904 in Osnabrück geborene und 1944 in Auschwitz ermordete Maler Felix Nussbaum alle Erfahrungen der Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg in seinen Bildern festgehalten und als Teil seiner eigenen Situationen reflektiert, in die er als Jude durch die rassistische Ideologie des nationalsozialistischen Deutschland hineingestoßen wurde.

Aufführungen im Rahmen der Kulturnacht am Samstag, 25. August, um 18 und 21 Uhr im Felix-Nussbaum-Haus (Museumsquartier Osnabrück)

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