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DIE LABORE

Labor Kunst "Safety first"

Junge Künstler aus ganz Europa erörtern das Thema  Sicherheit in  internationaler Ausstellung

Sind wir in Europa sicher? Was bedeutet Sicherheit für junge Europäer und wie erleben sie diese im Alltag? Diese Fragen werden sich die Teilnehmer  des Labors Visual Art  im  Begegnungs- und Beteiligungsprojekt Labor Europa stellen, wenn sie vom 16. Bis 25.08. eine gemeinsame Ausstellung zum Thema „Safety first“ entwickeln. Diese wird am 25.08. im Kunstraum hase29 im Rahmen der Kulturnacht eröffnet. Beginn der Ausstellung ist 18 Uhr in der Hasestraße 29.

Vielfalt künstlerischer Darstellungsformen

Zehn künstlerische Werke in Form von Skulpturen, Malerei, Installationen, Fotografie, Videofilmen und Performance werden durch die jungen Kunstschaffenden in Osnabrück individuell oder gemeinsam realisiert. So werden sich Veronika Simmering und Leonie Hafen aus der Kulturerbestadt Münster auf die Suche nach Gegebenheiten und Ereignissen im Osnabrücker Alltag begeben, die gegen die allgemeine Norm sind, und diese „Tatorte“ im Stil einer Spurensicherung dokumentieren. Natalia Merlo Olmedo aus Madrid abstrahiert den Konflikt zwischen Sicherheitsbestreben und tatsächlicher Sicherheit durch einen Selbstversuch mit Wasser und Regenschirm und lädt auch das Publikum dazu ein.

Europa der Zukunft

Das Projekt Labor Europa, das durch die Bundesministerin für Kultur und Medien, die Felicitas und Werner Egerland-Stiftung und das Land Niedersachen gefördert wird, wendet sich in einem besonderen Maße den „Erben“ des europäischen Kulturerbes zu. Die jungen Teilneh­merinnen und Teilnehmer erfahren durch Austausch, Dialog und gemeinsame krea­tive Arbeit die europäische Geschichte, verständigen sich über gemeinsame Werte und entwickeln Perspektiven für ein junges Europa. Dabei bringen sie ihre durch die nationale Herkunft und persön­liche Einstellungen geprägte jeweilige Perspektive mit ein.

Labor Performance: ”The Listeners”

Junge Europäer führen  „The Listeners“ im Friedenssaal auf

Die Teilnehmenden entwickeln eine Langzeitperformance, die den Prozess des Zuhörens in den Mittelpunkt der Verständigung stellt. Unter dem Titel „The Listeners“ wird diese am Tag der Kulturnacht, 25.08.2018 im Friedenssaal des Rathauses aufgeführt. Die Performance beginnt um 05:30 Uhr morgens und dauert bis zum Ende des Tages an.

Neue Blickwinkel der Kommunikation

Ziel der Darbietung ist es, die Bedeutung des Zuhörens für den Friedens- und Verständigungsprozess zwischen verschiedenen Kulturen begreifbar zu machen. Besucher können Teil der Performance werden und selbst erfahren, wie die Partizipation den Blickwinkel auf die Kommunikation ändert.

Vorbereitung auf die Performance

Dabei werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom internationalen Performancekünstler Ernesto Pujol unterstützt. Nach seinem vierjährigen Aufenthalt als Schweigemönch im Kloster nutzt Pujol seine Erfahrungen im Meditieren für seine Projekte als Performancekünstler. Durch Übungen und Selbsterfahrungen werden sie von ihm mental auf die lange Performance im Friedenssaal vorbereitet. Das Labor Performance findet in Kooperation mit der Kunsthalle Osnabrück und dem Theater Osnabrück statt.

Labor digitale Medien und Games: ”Being European”

Junge Europäer gestalten Medienvielfalt im internationalen Beteiligungsprojekt Labor Europa

Junge Europäer zwischen 18 und 26 Jahren werden, gemeinsam oder individuell, ihre ganz persönlichen Visionen für Europa formulieren und dabei ihr Verständnis einer gemeinsamen, europäischen Identität in den Blick nehmen. Im Labor steht ihnen dazu technische Ausrüstung zur Verfügung, um ihre Ideen als Film, Hörstück, Machinima, Let’s Play oder Crossover-Format zu realisieren. Am Ende entsteht aus den Arbeiten des Labors eine Medien-Collage, die auf der Osnabrücker Kulturnacht am 25. August 2018 in der Galerie Hase29 einem breiten Publikum präsentiert wird. 

Europäische Identität

Wir alle sind Europäer, das ist klar. Aber fühlen wir uns auch wirklich so? Wenn wir gebeten werden, uns selbst einzuordnen, wie bezeichnen wir uns dann? Als Europäer? Als Bürger eines Staates, einer Region oder einer Stadt? Was macht unsere europäische Identität aus? Auf diese Fragen versucht das Labor, welches in Kooperation mit der LAG Jugend & Film Niedersachsen e.V., dem European Media Art Festival und der werk.statt e.V. stattfindet, mediale Antworten zu finden.

Expertise durch Filmemacher und Mediendozenten

Vom 16. – 23. August treffen sich die Teilnehmenden des Labors im Medienhaus Osnabrück in der Lohstraße und werden dabei von Medienpädagogen unterstützt, die ihre Erfahrung in der Stoffentwicklung und praktischen Umsetzung mit ihnen teilen werden

Stefan Berendes  kann beispielsweise auf seine Erfahrungen als medienpädagogischer Referent für die niedersächsische Landesmedienanstalt zurückgreifen, wenn er den 18 bis 26 jährigen Medienschaffenden mit Rat und Tat zur Seite steht.

Referent Eric Jannot lehrt Game Design an der University of Applied Sciences Europe und  interessiert sich besonders für Ethik in Computerspielen. So engagiert er sich für die GameOverHate Kampagne des Europäischen Rates gegen Diskriminierung in interaktiven Medien.

Thomas Kirchberg arbeitet seit fast 20 Jahren hauptberuflich als freischaffender Filmemacher. Sein Film „Morgenland“ erhielt 2016 den Deutschen Menschenrechts Filmpreis.

Labor Geschichte: ”War and Peace in European history”

Junge Menschen teilen persönliche Geschichten im Begegnungsprojekt „Labor Europa“

Krieg und Frieden in Europa – das ist ein sehr umfassendes Thema, das alle betrifft. Ab dem 16. August werden sich daher 15 junge Menschen aus ganz Europa in Osnabrück treffen, um 10 Tage lang intensiv darüber im „Labor Europa Osnabrück“ zu diskutieren. Am 25.08.2018 werden die Ergebnisse im Rahmen der Kulturnacht ab 18 Uhr im Akzisehaus ausgestellt.

Dazu bringen die jungen Europäer aus ihren Ländern historische Objekte mit, um sich gegenseitig aus national unterschiedlicher und zugleich sehr persönlicher Perspektive Geschichten über Krieg und Frieden zu erzählen. Das Ergebnis des zehntägigen Begegnungsprojektes wird eine Ausstellung der historischen Objekte sein,  die die vielen Facetten von Krieg und Frieden in Europa beleuchtet und die persönlichen Geschichten hinter den Exponaten begreifbar macht.

Europäer erzählen persönliche Geschichten

Yurii aus der Ukraine ist einer der Teilnehmer im Labor Geschichte und hat sich bei der Auswahl seiner Exponate mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft seines Landes auseinandergesetzt: „Ich möchte zwei Gegenstände mitbringen.  Zum einen eine sowjetische Postkarte vom 09. Mai 1948, Tag des Sieges. Sie nimmt Bezug zur Geschichte meines Landes und ist eine Erinnerung an meinen Großvater, der im zweiten Weltkrieg kämpfte.“

Dass ein andauernder Frieden nach dem Kriegsende nicht selbstverständlich ist, zeigt sein zweites Exponat: „Das zweite Objekt handelt vom heutigen Konflikt im Osten der Ukraine. Es sind zwei kleine Stücken Kohle: Eine aus einem ostukrainischen Kohlenbecken, die andere aus einem Kohlenbecken Westen der Ukraine. Sie stellen ein Manifest der ukrainischen Einheit dar, und des Friedens in der nahen Zukunft.“

Interkultureller Dialog

Während die Teilnehmer ihre nationalen, individuell geprägten Erfahrungen einbringen, öffnen diverse Referenten deren Blickwinkel durch Fachbeiträge und lassen neue, gemeinsame Sichtweisen auf die europäische Geschichte zu. Es bleibt spannend, wie die interkulturelle Kommunikation während der Projekttage die abschließende Ausstellung prägen wird.

Europa der Zukunft

Das Projekt Labor Europa, das durch die Bundesministerin für Kultur und Medien, die Felicitas und Werner Egerland-Stiftung und das Land Niedersachen gefördert wird, wendet sich in einem besonderen Maße den „Erben“ des europäischen Kulturerbes zu. Die jungen Teilneh­merinnen und Teilnehmer erfahren durch Austausch, Dialog und gemeinsame krea­tive Arbeit die europäische Geschichte, verständigen sich über gemeinsame Werte und entwickeln Perspektiven für ein junges Europa. Dabei bringen sie ihre durch die nationale Herkunft und persön­liche Einstellungen geprägte jeweilige Perspektive mit ein.

Labor Musik: ” Memory Culture - Songs from the KZ Theresienstadt”

Erinnerungskultur – Lieder vom KZ Theresienstadt

Zehn junge Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aus verschiedenen Ländern und zehn Gesangsstudierende des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) werden gemeinsam kreativ. Sie studieren unter der Leitung des Sängers, Cellisten und Pädagogen Simon Wallfisch (Musikalische Leitung) und der Gesangspädagogin Ruth Frenk (Regie und Konzept) 15 Kompositionen ein, die im Ghetto Theresienstadt entstanden sind.

Kulturelite im KZ

In der Zwangsgemeinschaft des KZs Theresienstadt war fast die gesamte jüdische Kulturelite versammelt. Gelehrte aller Wissensgebiete, Künstler, Theaterleute, Literaten, Musiker –  gewaltsam herausgerissen aus ihrem normalen Leben –  fanden sich hier mit den Massen alter Menschen im gemeinsamen Elend vereint.
Ruth Frenk hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema Musik in Theresienstadt auseinandergesetzt. Die Auswahl der Kompositionen für das Labor Europa stützt sich auf ihre Recherchen. Bei der künstlerischen Umsetzung die Regie zu übernehmen, ist ihr ein Herzensanliegen: „Man fragt sich unwillkürlich, wie es den Komponisten in Theresienstadt selbst unter den unmenschlichen Bedingungen gelungen ist, lebensfrohe Musik und Lieder zu komponieren, einzustudieren und aufzuführen. Vielleicht, weil der künstlerische Ausdruck für Menschen ein Grundbedürfnis ist und bleibt. Diese Schöpferkraft inmitten aller Leiden beeindruckt zutiefst.“

Die von Ruth Frenk zur Verfügung gestellten Leadsheets und Klavierauszüge wurden in den vergangenen Monaten von Studierenden des IfM im Fach Komposition, Musiktheorie und Gehörbildung (KMG) neu arrangiert. Unter der Leitung von Dozent Ali Gorji haben sie die Lieder für Instrumentalbegleitungen in unterschiedlichen Besetzung neu angelegt.

Verfemte Musik

Mit Simon Wallfisch wurde für das Labor ein Musikalischer Leiter gewonnen, der einen  reichen Erfahrungsschatz in der musikpädagogischen Vermittlung von Werken jüdischer, in der NS-Zeit verfolgter Komponisten mitbringt. Der aus einer bekannten jüdischen Musikerfamilie stammende Künstler ist Enkel der Cellistin Anita Lasker-Wallfisch, die durch ihr Cello als Mitglied des Mädchenorchesters das KZ Auschwitz überlebte.

Simon Wallfisch schätzt es, dass verfemte Musik gegenwärtig vielfach im Rahmen von Gedenkveranstaltungen ihren Platz findet – zugleich steht er dieser Tatsache aber auch kritisch gegenüber: „Solche Bemühungen leisten ihren Beitrag, vergessene Stimmen wieder zurück ins Repertoire zu holen. Doch sie sollten eben nur der erste von vielen weiteren Schritten sein. Wir erweisen uns und den Komponisten einen schlechten Dienst, wenn wir ihre Musik nur mit Blick auf ihren gewaltsamen Tod würdigen anstatt im Licht ihres prallen Lebens. Verfemte Musik  und verfemte Musiker wurden durch den ideologischen Hass der Nazis gebrandmarkt. Und so konnte sich bis heute ein eigenständiges, aber willkürliches Genre herausbilden, bei dem Komponisten mit völlig unterschiedlichen Werdegängen und mit verschieden ausgeprägten Talenten in einen Topf geworfen wurden.“

Ort der Erinnerung

An einem Osnabrücker Ort der Erinnerung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Labors „ErinnerungsKultur – Lieder aus dem KZ Theresienstadt“ eine Auswahl der erarbeiteten Kompositionen präsentieren: im Felix-Nussbaum-Haus. Wie kein anderer Künstler der ersten Jahrhunderthälfte hat der 1904 in Osnabrück geborene und 1944 in Auschwitz ermordete Maler Felix Nussbaum alle Erfahrungen der Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg in seinen Bildern festgehalten und als Teil seiner eigenen Situationen reflektiert, in die er als Jude durch die rassistische Ideologie des nationalsozialistischen Deutschland hineingestoßen wurde.

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